Zentralalpenweg Tag 14: Knittelfeld – Ingering II


Wechselhaft mit Aussichtsturm und Sachertorte

Eckdaten

  • Datum: Samstag, 13.06.2026
  • Etappe-Nr. laut Führer: 15
  • Ausgangspunkt: Knittelfeld, Hotel Gewerkenschlössl (645m)
  • Endpunkt: Ingering II, Appartments Schlager (856m)
  • Wegstrecke 18,4km, 740m Aufstieg, 540m Abstieg
  • Wetter: Ständiger Wechseln von Regen und Sonne…
  • Wegpunkte: Knittelfeld – Tremmelberg (6,0km, 2:10h) – Seckau (9,8km, 3:35h) – Ingering II (18,4km, 6:30h)
  • Gipfel: Tremmelberg (1194m)

Heute steht die vorerst letzte „Flachland-Etappe“ an, über knapp 1200m Höhe geht es nicht hinaus. Das trifft sich auch ganz gut, denn das Wetter will, wie sich herausstellen sollte, nicht an die Vorhersage der ZAMG halten. Dabei sieht es am Morgen beim Aufbruch noch gut aus, beim Weg zur Rezeption des Hotels regnet es noch, ein paar Minuten später beim Abmarsch herrscht bereits wieder strahlender Sonnenschein.

Sieht ja erst mal ganz gut aus.
Am Sachendorfer Bach entlang.

Zuerst muss ich ein Stück den Weg von gestern zurück, bis zur nächsten Brücke über den Sachendorfer Bach, danach treffe ich im Ortsteil Neuhautzenbichl bald wieder auf die nach Norden zum Stadtrand führende Wegmarkierung. Auf einer Brücke wird die S36 gequert, fast direkt danach geht es ansteigend in den Wald.

Wegmarkierung mit Schaukelmöglichkeit.
Kurz nach diesem Teich geht es in den Wald.

Auf den kurzen, schmalen Pfadabschnitten sammelt sich dank hohem Grünzeug bald das Regenwasser in meiner Hose und den Schuhen, bevor dann auch von oben wieder Nachschub kommt. Bis der Weg auf ca. 840m Höhe von der Forststraße abzweigt regnet es dann auch dauernd mal mehr, mal weniger.

Ab da wird es dann auch steil, der Pfad folgt, jetzt zum Glück ohne nasses Gebüsch, einem trockenen Graben aufwärts, meistens direkt in der Falllinie und entsprechend anstrengend.

Steil ist es.

Erst kurz vor dem Gipfel wird es etwas flacher, und auch wieder feuchter. Pünktlich zur Ankunft am Aussichtsturm beginnt es zu regnen, und ziemlich windig ist es hier oben auch. Zum Glück hat der Turm ein Dach. Die Aussicht ist dann auch eher wolkenverhangen.

Der „Turm im Gebirge“.
Von den Seckauer Tauern sieht man nicht viel.
Dafür aber den Red Bull-Ring und den Fliegerhorst Hinterstoisser.

Für den Weiterweg muss ich zuerst ein paar Meter zurück gehen und dann dem Weg zur nahen Kalvarienkirch einschlagen. An dieser Stelle ich mich erst mal unters Dach um einen weiteren Regenschauer abzuwarten.

Bei der Kalvarienkirche. Regenpause.

Der Weg nach Seckau ist im oberen Teil ziemlich überladen mit allen möglichen Infotafeln. Hier durfte wohl jeder, der was zu sagen hat so ein Ding aufstellen. Informationsgehalt: Meistens mittelmäßig.

Etwas später wird es dann ziemlich steil, und teilweise unübersichtlich. Da scheinen Markierung und Karte nicht immer überein zu stimmen. Aber egal, nach unten ist immer der richtige Weg.

Im Anmarsch auf Seckau.

Auf den Wiesen außerhalb von Seckau herrscht dann auch strahlender Sonnenschein. Der hält ziemlich genau bis ich an der Bushaltestelle in der Ortsmitte ankomme. Kurz danach regnet es wieder ordentlich. Ich schaue mich etwas im Ort um, wo es vielleicht etwas zu Essen gibt und entscheide mich für eine Konditorei mit einem sehr kalorienhaltigen Tortenangebot. Ein Stück Sachertorte später scheint auch schon wieder die Sonne.

Beim Färberkreuz. Etwa bei der Bushaltestelle fängt der Regen an.
Beim Stift Seckau. Es regnet mal wieder.

Auf der noch nassen Straße verlasse ich Seckau nach Westen und gehe tiefer ins Tal hinein. Der Weg folgt zunächst der Straße, führt dann im Bereich von Graden über einen sehr feuchten Feldweg und durch tiefes Grünzeug, das inzwischen zum Glück trocken ist.

Aus Seckau raus geht es zunächst an der Straße entlang.
Und auch die Seckauer Tauern zeigen sich jetzt.
Suchspiel: Finde den Weg…

Im Norden ziehen über die hohen Berge immer wieder Regenwolken, aber zum Glück kommt von diesen keine mehr bei mir an. Der restliche Weg auf einer ruhigen, dem Ingeringbach folgenden Nebenstraße bleibt daher trocken und zum Teil sogar bei strahlendem Sonnenschein.

Schließlich erreiche ich eines von vermutlich nur zwei Orten in Österreich mit einer Römischen Zahl im Namen: Ingering II – um Verwechslungen mit Ingering I etwas nördlich von Knittelfeld zu vermeiden.

Ankunft in Ingering II, im Hintergrund der Ingeringgraben, da geht es dann morgen hinein.

Hier übernachte ich heute bei den Appartments Schlager, die praktischerweise direkt am Weg liegen. Nach der Dusche gibts eigentlich nur noch eines zu tun, Abendessen fassen beim Landgasthof Kaiser. Und bei der Rückkehr zum Zimmer gibt’s noch einen spontanen Schnaps mit den Vermietern. Sowohl Unterkunft als auch Restaurant sind somit zu empfehlen.

Tourenbewertung

Informationen zu meiner Bewertung sind hier zusammengefasst.

  • Schwierigkeit 4/10 (Einfach)
  • Ausdauer 5/10 (Durchschnittlich)
  • Ausgesetztheit 2/10 (Wenig ausgesetzt)
  • Orientierung 2/10 (Einfach)
  • Landschaft ??? (Aussicht stark durch Wolken eingeschränkt)

Übersichtskarte

GPX-Track verfügbar zum Download in der Übersicht.

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