Rund um die Schweiz – Tag 2: Kradolf – Herisau


Das Wetter sollte am Sonntag noch einigermaßen halten, also auf zu einem weiteren Abschnitt meiner Rund um die Schweiz-Tour.

Übersicht

  • Datum: So, 10.05.2026
  • Startpunkt: Bahnhof Kradolf
  • Endpunkt: Bahnhof Herisau
  • Wegpunkte: Kradolf – Bischofszell – Niederbüren – Herisau
  • 31,1km, 800m Aufstieg, 510m Abstieg
  • Wetter: Zuerst sonnig und heiß, gegen Nachmittag zunehmend bewölkt und leichter Regen.

Los geht es dieses Mal zunächst mit dem Auto bis zum Bahnhof Kradolf, wo letzte Woche Ende war. Vom Bahnhof geht es auf die andere Seite der Thur, dann vorbei an Fußballplatz und Freibad hinaus aus dem Ort in Richtung Bischofszell.

Zirkumzenitalbogen kurz nach dem Start.

Der Weg beginnt hier auch gleich deutlich ansprechender als letzte Woche, wo es gegen Ende nur breiten, flachen Radweg gab. Hier ist es etwas hügeliger und der Weg stellenweise auch etwas schmaler.

Stille Wasser sind tief, sagt man. Stimmt nicht.
Angenehm schattig im Wald.

Beim Ort Halden verlässt der Weg für eine Weile das Ufer. Der Straße folgend werden die Orte Buch und Muggensturm passiert. Dabei kann ich auch direkt eine Schleife der Thur etwas abkürzen und gelange schließlich zur Brücke bei Bischofszell.

Da kann man bei dem Wetter nicht nein sagen.
Er kommt langsam immer näher…
An der Thur bei Bischofszell.

Hier passiert mir ein kleiner Fehler, den ich erst deutlich später bemerke: Nach meiner urspünglichen Planung hätte ich die Brücke überqueren sollen, so bleibe ich ungeplant am flussaufwärts rechten Ufer. Das bringt mir später einen kleinen Umweg und ein paar zusätzliche Höhenmeter ein.

Etwas westlich von Bischofszell, direkt am Wasser.

Wenig später folgt ein kurzer, steiler Anstieg um eine felsige Stelle am Ufer zu umgehen. Hier fällt mir mein Fehler auf, doch jetzt ist es zu spät. Die nächste Brücke gibt es nämlich erst deutlich weiter flussaufwärts bei Niederbüren. Also mache ich das Beste draus und folge dem auch hier vorhandenen Weg direkt am Ufer entlang.

Treppensteigen ist angesagt. Hier fällt mir auch auf, dass ich gerade am falschen Ufer unterwegs bin.
Wehr bei Unter Ghögg.
Biber scheint es hier auch zu geben.

Bei einem einsamen Bauernhof muss ich dann wieder kurz steil ansteigend auf eine schmale Straße wechseln, da der Weg direkt am Fluss etwas weiter am Beginn eines Golfplatzes endet und ich umdrehen muss. Auf meinem Weg erreiche ich schließlich die schön gelegene Kobesenmühle, von dort gehe ich auf der sehr schmalen Straße zum Parkplatz des Golfplatzes, wo sich auch die Brücke über die Thur nach Niederbüren befindet.

Lange geht es zwischen Wiese und Bäumen dahin.
Beim Bauernhof geht es bergauf und entsprechend wird die Aussicht wieder etwas umfangreicher.
Zum Glück wurde hier gemäht, sonst dürfte der Weg nicht so einfach zu finden sein.
Bei der Kobesenmühle.

Ich durchquere den Ort, vorbei an der Kirche und verlasse ihn wieder bei einer ehemaligen Kiesgrube. Nach einem weiteren, kurzen Anstieg biege ich nochmal falsch ab und durchquere die Dörfer Wältishus und Gauhusen, um dann über einen nach Süden führenden Feldweg wieder zum richtigen Weg zurück zu finden. Dieser führt zum Dorf Schnart, wo eine Straße überquert und dann ins Tal zur Henessenmühle abgestiegen wird.

Ehemalige Kiesgrube oberhalb von Niederbüren.
Dreifach-Wasserfall bei der Henessenmühle.

Bei der Mühle biege ich nochmal falsch ab, merke es aber zum Glück relativ bald und muss damit nicht zu weit zurück gehen. Kurz ansteigend passiere ich einen Bauernhof, bevor das Dorf Moosgarten erreicht wird, weiter geht es über Enggetschwil, Bergau und Blumenau zur Unterführung unter der A1 hindurch. Direkt danach biege ich nochmal falsch ab, kann aber fast ohne Umweg zum eigentlich geplanten Weg zurück.

Dieser führt nun in einen Wald, und dann kurz etwas steiler abfallend hinab ins Tal der Glatt, welche auf einer Brücke gequert wird. Die Glatt gibt nun den Weiterweg vor, ich folge ihr leicht ansteigend an Isenhammer vorbei und unter der Eisenbahnbrücke hindurch zur alten Talsperre beim (inzwischen ehemaligen) Eberleweiher.

Abstieg ins Glatt-Tal.
(Künstlicher) Wasserfall bei der Glattbrücke.
Künstlicher Weiher bei Isenhammer.
Auf dem Weg zur Talsperre, im Hintergrund Brücke der Bahnstrecke St. Gallen – Winterthur.

Bei der Sperre steigt der Weg nun kurz steil über gut 70 Höhenmeter an, um die steilen Flanken des Gatttobels zu umgehen. Dem Waldrand folgend erreiche ich schließlich das Dorf Rüti. Immer noch hoch oben an der Talflanke steigt der Weg nochmal sanft etwas an und folgt dann in einigem Auf und Ab einer schmalen Terrasse im Wald nördlich über der Glatt.

Blick nach Gossau.
Oberes Ende des Glatt-Tobels bei Tobelmüli.
Bei Marstal.

Erst kurz vor Marstal wird der Wald wieder verlassen. Inzwischen regnet es auch gelegentlich leicht. Wenig später wendet sich meine Route nach Süden, vorbei an der Zellersmühle und dann wieder leicht ansteigend zum bereits länger sichtbaren Ortsrand von Herisau. Inzwischen musste ich aufgrund des zunehmenden Regens auch meine Kamera im Rucksack verstauen. Hier verlasse ich den Wanderweg und gehe etwas direkter der Straße folgend in den Ort und zum Bahnhof, um nur knapp den nächsten Zug zurück über Gossau nach Kradolf zu verpassen. Eine gute Stunde später fährt der nächste, und als ich ankomme hat es auch bereits angefangen, ordentlich zu regnen.

Die Glatt oberhalb von Zellersmühli.
Und noch etwas weiter Flussaufwärts.

Übersichtskarte

GPX-Track zum Download verfügbar in der Übersicht.

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