Langstreckenlauf mit Zeitdruck
Eckdaten
- Datum: Samstag, 07.03.2026
- Etappe-Nr. laut Führer: 10
- Ausgangspunkt: Alpl, Gästehaus Fridolin, 1125m
- Endpunkt: Stroßeggwirt (1163m)
- Wegstrecke 27,9km, 990m Aufstieg, 960m Abstieg
- Wetter: Anhaltend sonnig und warm
- Wegpunkte: Alpl – Windpark Hochpürschtling (10,2km, 3:15h) – Schanzsattel (14,8km, 4:30h) – Windpark Fürstkogel (19,2km, 6:00h) – Knappensattel (21,9km, 6:45h) – Straßegg (27,9km, 8:30h)
- Gipfel: Keine
Heute war ich etwas unter Zeitdruck. Beim gestrigen Anruf beim Stroßeggwirt hieß es nämlich, dass zwischen 17:30 und 19:30 keiner da wäre, und wenn ich nicht ohne Essen mehrere Stunden draußen in der Kälte waren wollte, dann musste ich zusehen, dass ich früh genug ans Ziel kam.
Da war es natürlich nicht hilfreich, zuerst einmal fast drei Kilometer die Strecke von Gestern zurückgehen zu müssen, um überhaupt wieder an den Weg zurück zu kommen. Aber immerhin ging es dabei heute bergab und daher einigermaßen flott. Zurück an der Waldschule geht es dann links in einen Feldweg, der über den Freßnitzbach und an einem einsamen Holzfäller vorbei in den Wald führt.

An einem Bauernhof vorbei geht es aufwärts, auf zunehmend schmaler werdenden Steigen, bis im Bereich des Graneggs wieder eine breite Forststraße erreicht wird. Relativ flach, aber teilweise sehr schlecht markiert führt der Weg über die Höhenlagen, dank falschem Abbiegen auch vorbei an einem großen Jagdhaus. Nach diesem ist der Weg durch Forstarbeiten ziemlich matschig, und bald mit zunehmender Höhe auch stark vereist. Grödel wären hier mal wieder das Mittel der Wahl, zum Glück geht’s aber auch ohne.

Weiter ansteigend wird das Graneck (nicht zu verwechseln mit den Granegg von vorhin) passiert und eine Schleife der Forststraße über einen schmaleren, tief verschneiten Steig abgekürzt. Anschließend geht es auf die Nordseite des Hochpürschtlings, und da kommen auch wieder die Schneeschuhe zum Einsatz, da ein gutes Stück mit einsink-freudigem Tiefschnee zu überwinden ist.

An der bald erreichten Abzweigung zur Stanglalm geht es dann aber schon wieder zurück auf die festgefahrene Eisbahn und über diese kurz steil hinauf zu den Windkraftanlagen im Gipfelbereich des Hochpürschtlings. An einem eingeschneiten Picknickplatz mit gefrorener Quelle vorbei wird der Windpark passiert und der Abstieg zum Schanzsattel beginnt.


Aufpassen ist auch hier angesagt, nicht wegen Ausgestztheit oder ähnlichem, sondern weil der Stieg sobald er von der breiten Forststraße abzweigt oftmals zu einer eisgefüllten Rinne wird, in welcher es Zweige, Steine und ähnliches als Anti-Rutsch-Belag zu nutzen gilt um keinen Abflug zu machen. Zumindest kommt man trotzdem recht flott voran und schließlich trete ich nur wenige Meter von der Straße über den Schanzsattel entfernt aus dem Wald.

Vorbei am (geöffneten!) Gasthof Auf der Schanz, wo mir zum ersten Mal seit dem Waldarbeiter bei Alpl andere Menschen begegnen, überquere ich die Passstraße. Eine ziemlich ebene Sandstraße führt nun ein ganzes Stück nach Süden, bevor sie langsam wieder anzusteigen beginnt. Kurz vor dem „Bergbauern“, hier kann man wohl auch übernachten, zweigt dann ein deutlich steilerer Steig ab, und wenig später kommt dann auch wieder Schnee dazu, der macht hier aber keine Probleme.

Ein breiter, bewaldeter Rücken leitet nun nach Süden auf den Fürstkogel mit dem nächsten Windpark zu. Kurz durch mühsamen, ungespurten Tiefschnee erreiche ich die Zufahrtsstraße zum Windpark. Auf dieser wird der eigentliche Gipfel deutlich weniger mühsam in einem Bogen nach Osten umrundet.
Nach einem Stück Abstieg dann ein kleines Rätsel: Meine Karte gibt als Wegverlauf die Strecke über die Herrenalm an, der Wegweiser vor dem ich stehe sagt, dass mein Weg mit der Nummer 702 etwas nördlich davon vorbeiführt. Ich entscheide mich schließlich, dass der Wegweiser recht hat, vor allem weil mir das mindestens 50 Höhenmeter einspart und auch etwas weniger Tiefschnee bedeutet, da ich so auf der gut zu begehenden Forststraße bleiben kann.

So führt mein Weg relativ eben zum nicht mehr weit entfernten Knappensattel auf 1298m. Von diesem kurz steil ansteigend führt der weitere Weg nun an der Südflanke des Gebirgszuges zwischen Knappensattel und Straßegg entlang, was einen fast völlig schneefreien Restweg bedeutet. Stellenweise kommt in den sonigen, warmen Grashängen zwischen den Waldstücken echte Sommerstimmung auf.


Von hier ist es eigentlich nur noch eine schöne, aussichtsreiche Höhenwanderung mit wenigen Steigungen unter den Gipfeln von Aibelhöhe, Feichtkogel, Beißenkogel und Reschenkogel vorbei. Da der Weg hier wieder mit dem Mariazeller-Weg verläuft ist dieser Abschnitt gesäumt von vielen Wallfahrerkreuzen. Kurz vor dem Straßegg komme ich an einer ganzen Horde davon vorbei.

Von dort sind es dann nur noch wenige Meter zum mit unzähligen Wander-Wegweisern verzierten Gasthaus Stroßeggwirt. Pünktlich um 17 Uhr treffe ich dort ein, früh genug, dass noch Zeit für ein Schnitzel und ein Radler ist bevor dicht gemacht wird und ich mein gemütliches Zimmer beziehen kann.

Übersichtskarte
GPX-Track zum download verfügbar in der Übersicht.
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