Zentralalpenweg Tag 06: Krumbach in NÖ – Mönichkirchen


Manchmal hat man kein Glück, und dann kommt noch Pech dazu…

Eckdaten

  • Datum: Mittwoch, 04.03.2026
  • Etappe-Nr. laut Führer: 7
  • Ausgangspunkt: Krumbach in Niederösterreich, 535m
  • Endpunkt: Mönichkirchen, 956m
  • Wegstrecke 17,4km, 720m Aufstieg, 290m Abstieg
  • Wetter: Zuerst Sonne, später Gewitter, kalt und windig
  • Wegpunkte: Krumbach – Pichl (6,8km, 2:20h) – Schlag (8,6km, 2:50h)- Mönichkirchen (17,4km, 5:30h)
  • Gipfel: Keine

Die Probleme gingen schon los, bevor ich auch nur aus Wien, von den vorhergegangenen Tagen am Voralpenweg, abfahren konnte. Das Hallerhaus, eigentliches Ziel für Heute, wollte mich nämlich nicht als Übernachtungsgast haben, was bedeutet, dass ich im Ort Möhnichkirchen übernachten muss, und somit morgen mindestens 400 Höhenmeter zusätzlich vor mir habe…

Auch die Anfahrt war, wie beim letzten Mal, nicht ganz reibungslos. Der Zug nach Edlitz-Grimmenstein war wieder spät dran, und der ohnehin knappe Anschluss zum Bus nach Krumbach daher bis zuletzt unsicher. Hat dann aber noch gerade so geklappt und so war ich gegen 11 Uhr am Startpunkt.

Genau da war ich vor gut einem halben Jahr schon mal: Ortsmitte Krumbach

Nach einem kurzen Besuch im direkt an der Bushaltestelle gelegenen Gemeindeamt zwecks Stempel verlasse ich den Ort am Gemeindeteich und Schwimmbad vorbei. Nach den Häusern von Unterhaus beginnt direkt der Anstieg zum Schloss Krumbach. Der Fußweg kürzt hier die Kehren der Straße durch den Wald ab.

Erster Wegpunkt für heute: Schloss Krumbach
Wenig später kündigt sich an, was da noch kommen soll…

Nach dem Schloss teilt sich der Weg, laut Beschilderung vor Ort in eine Sommer- und Wintervariante. Die Wintervariante folgt weiter der Straße und ist auf meiner Karte auch so eingezeichnet. Die Sommervariante, welche ich wähle, ist hingegen auf meiner Karte gar nicht als Weg vorhanden, aber gut zu begehen und bis auf eine Stelle auch leicht zu finden. Schöner als auf der Straße ist es hier auf jeden Fall.

Schließlich führen beide Varianten wieder gemeinsam nordseitig um den Waldbauernriegel herum. Inzwischen beginnen sich die aufgezogenen, dunklen Wolken auch zunehmend durch Donnergrollen bemerkbar zu machen. Noch bevor ich den nächsten Ort erreichen kann beginnt es schließlich zu regnen, und ich stelle mich für einige Minuten bei einer Scheune unter bis der Regen nachlässt. Immer noch von nahem Donner begleitet gehe ich weiter nach Pichl, es fängt aber kurz vor dem Ort nochmal heftiger an zu regnen und schließlich auch zu hageln. Bei einem verlassenen Bauernhof sitze ich daher nochmal das schlechte Wetter aus. Dabei stelle ich fest, dass ich mich gerade in der einzigen Gewitterzelle im Umkreis von etwa 3000km befinde. Glück muss man haben…

Nach dem ersten Gewitter-Regenschauer in Pichel

Endlich zieht das Gewitter ab und ich erreiche den Ort Pichel. Von hier ist es nur ein kurzer Weg an der Straße entlang, vorbei am Schloss Ziegersberg, nach Schlag. Weiter ohne große Höhenveränderung geht es auf der Straße zur Autobahn A2, zu welcher schließlich kurz und steil abgestiegen wird. Hier überquere ich auch zum ersten Mal die Grenze zur Steiermark, dem vorletzten österreichischen Bundesland, in dem ich noch nie unterwegs war. Nach der Überquerung der Autobahn beginnt sofort der steile Anstieg über Feldwege zur Hartberger Höhe. Oben am Rücken finde ich tatsächlich auch die ersten Schneereste, bevor die Regenschauer nochmal zuschlagen und ich mich bei einigen Bäumen und einem Wegkreuz zum dritten Mal kurz unterstellen muss.

Auf dem Weiterweg nach Schlag. Im Hintergrund das Wechsel-Gebiet in den Wolken.
What’s An Erweg? I still don’t know.

Jetzt ist es mit dem Regen dann aber wirklich vorbei, auch wenn es weiter kalt und bewölkt bleibt. Zurück im Wald wird nun der Hartberg (und die Grenze zurück nach Niederösterreich) knapp unterhalb und nördlich passiert bevor der extrem feuchte und matschige Abstieg zu einem namenlosen Pass östlich von Mönichkirchen folgt.

Kurzes Schnee-Hindernis beim Hartberg.
Sieht harmlos aus, ist aber die reinste Matschpiste…

Ein letzter, auch etwas schlammiger Anstieg führt nun zur Wechsel-Passstraße am Rand von Mönichkirchen. Hier kommt zum kalten, wolkigen Wetter auch noch starker, eisiger Wind hinzu. Möglichst zügig lege ich daher die letzten Meter in den Ort zu meiner Unterkunft, dem Gästehaus Frans-Jozef zurück.

Fast am Ziel: Mönichkirchen

Übersichtskarte

GPX-Track verfügbar zum Download in der Übersicht.

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