- Datum: 15.09.2025
- Startpunkt: Parkplatz an der Arlberg-Passstraße bei St. Christoph, etwas unterhalb der Passhöhe, 1768m
- Endpunkt: Konstanzer Hütte, 1688m
- Höchster Punkt: Krachelspitze 2686m
- Tiefster Punkt: Brücke unter der Konstanzer Hütte, 1674m
- 17,2km, 1190m Aufstieg, 1280m Abstieg, ca. 8:30 Stunden
- Wetter: Sonnig und warm, gegen Abend leicht bewölkt
Auf Umwegen
Wegverlauf in Kürze
St. Christoph (1792m) – Kaltenberghütte (2089m) – Krachenjoch (2654m) – Krachelspitze (2686m) – Gstansjöchl (2573m) – Konstanzer Hütte (1688m)
Wegbeschreibung
Los geht es nach der Anfahrt direkt an der Arlberg-Passstraße, der ich zunächst einige Meter nach St. Christoph am Arlberg folge. Etwas unterhalb der Passhöhe zweigt im Ort der Anstieg zur Kaltenberghütte ab. Dieser führt in westlicher Richtung zunächst kurz etwas steiler ansteigend hinauf. Über teilweise sumpfige Wege und eine kurze, versicherte (aber sehr einfache) Stufe wird eine Wegteilung erreicht.


Hier kann man zwischen Berggeistweg und Paul-Bantlin-Weg wählen, die beide zur Kaltenberghütte führen. Da ich noch einen längeren Weg vor mir hatte wählte ich den letzteren, da dieser gut eine Stunde kürzer ist und einige Höhenmeter spart. Der Paul-Bantlin-Weg führt weiter nach Westen durch ein flaches Hochtal mit mehreren Seen.

Nach einer Weile wird ohne großen Höhenunterschied ein Fahrweg in der Nähe einer Belüftungsanlage für den Arlbergtunnel erreicht. Diesem folge ich immer noch kaum ohne Höhengewinn weiter nach Westen, bis links ein Stieg abwezeigt. Dieser verläuft zunächst flach am Hang unter den Maroiköpfen entlang, bis bei einem Bach der letzte Anstieg zur Hütte beginnt.


Weiter den Hang querend steigt der Pfad nun mäßig an, zu einem kleinen Sattel, hinter dem die Materialseilbahn der Kaltenberghütte bereits von unten sichtbar ist. Nach dem erreichen führt der Weg flach die wenigen Meter bis zur Hütte hinüber.

Hier mache ich kurz Pause für einen Almdudler und eine Suppe bevor es auf dem nun blau-weiß markierten Alpinwanderweg zum Krachenjoch weitergeht. Zuerst noch ohne Höhengewinn werden einige Rinnen und Bäche gequert, bevor das Gelände anzusteigen beginnt und zunehmend felsiger wird. Abwechselnd über Blöcke und Geröll wird an Höhe gewonnen, bis ein vom Krachenjoch herabziehender Rücken erreicht ist. Über diesen leicht ausgesetzt und erst ganz am Ende flacher wird das Krachenjoch auf 2654m erreicht.



Von diesem kann in wenigen Minuten die etwas östlich gelegene Krachenspitze erreicht werden. Der Weg zum 2686m hohen Gipfel ist einfach und bietet schöne Tiefblicke auf die beiden Kaltenbergseen sowie Aussicht auf den gegenüberliegenden Kaltenberg.

Vom Gipfel zurück ins Joch, und dann beginnt der zunächst steile Abstieg über teilweise rutschiges, feines Geröll und einfache Felsen. Der steile Teil des Abstiegs endet zwischen den Kaltenbergseen und führt dann fast eben an der Nordseite des östlichen, tiefer gelegenen Sees entlang. Nach den Seen wird weiter abgestiegen, teilweise ist der Weg nur undeutlich mit roten oder blauen Farbflecken markiert. Der Weg geht schließlich in Wiesen über und überquert in einem flachen Kar auf ca. 2350m Höhe den Maroibach bevor am Gegenhang der Anstieg zum Gstansjöchl beginnt.

Dieser Anstieg beginnt recht steil und führt bald in blockiges Gelände, wo es kurz wieder etwas flacher wird. Nun auch wieder besser markiert wird eine recht ebene Blockhalde überquert bevor der letzte, steile Anstieg über lockeres Geröll beginnt, über den das Gstansjöchl auf 2573m erreicht wird.

Nun steht nur noch der lange Abstieg ins Verwalltal zur Konstanzer Hütte an. Dieser beginnt erst steil, wird aber bald etwas flacher als der Weg in grasiges Gelände übergeht. Es geht lange über Wiesen, einem Rücken entlang einem tiefen Graben folgend. Schließlich folgt eine Querung durch einen teilweise mit Buschwerk besetzten, steilen Hang.


Bald nach diesem werden schließlich die ersten Bäume erreicht, und hier findet sich auch die erste richtige Sitzgelegenheit seit der Hütte. Die nutze ich noch für eine kurze Pause, auch wenn es schon recht spät ist und ich tatsächlich zusehen muss, noch vor dem Abendessen zur Konstanzer Hütte zu kommen.
Es ist dann aber auch nicht mehr weit, einige weitere steile Kehren führen hinab auf einen Forstweg. Dieser leitet talauswärts, immer noch recht steil, vorbei an einer privaten Hütte, bis zur Brücke über die Rosanna direkt unterhalb der Konstanzer Hütte.

Nach der Brücke sind nur noch ein paar Meter bergauf über den Fahrweg zu bewältigen bis ich an der Konstanzer Hütte auf 1688m stehe, und das auch noch eine gute halbe Stunde vor dem Abendessen. Auf der Hütte beziehe ich dann mein Bett im Lager, gemeinsam mit einer Gruppe junger Frauen.
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