Ich hatte da mal wieder so eine Schnapsidee als ich neulich krank im Bett lag. Als ich mir die Landkarte ansah kam mir der Gedanke, dass ich einfach mal von mir zu Hause quer durch die ganze Schweiz gehen könnte. Habe mich dann auch gleich an den Routenplaner gesetzt und gute 3 Wochen Weg geplant. Dann der Gedanke – wieso eigentlich so klein denken? Warum nur quer durch, wenn man auch eine komplette Runde machen könnte?
Wie genau das am Ende aussehen soll weiß ich im Moment auch noch nicht, aber losgegangen bin ich einfach trotzdem mal, über die ersten Stücke war ich mir zumindest schon einmal recht sicher.
Der Plan war, von Konstanz über Kreuzlingen und Weinfelden nach Bischofszell zu gehen und damit den Thurgau größtenteils zu durchqueren. Da ich immer noch nicht wieder ganz fit war ging es dann aber nur bis Kradolf, was etwa 5km weniger Weg war.
Übersicht
- Datum: So, 03.05.2026
- Startpunkt: Konstanz, beim Bahnübergang Petershauser Str.
- Endpunkt: Bahnhof Kradolf
- Wegpunkte: Konstanz – Kreuzlingen – Ellighausen – Weinfelden – Bürglen – Kradolf
- 28,4km, 410m Aufstieg, 260m Abstieg
Aber von Anfang an. Direkt von der Haustür weg gehe ich los, das GPS starte ich zwecks Schutz der Privatsphäre erst etwas später. Auf vertrauten Wegen gehe ich nach Süden, durch den Herosé-Park und zur Fahrradbrücke über den Seerhein. Weiter auf der Fahrradstraße durchquere ich den linksrheinischen Teil von Konstanz zum Döbele und kurz danach zur schweizer Grenze beim Emmishofer Zoll.



Unter dem Gleisen beim Bahnhof Kreuzlingen hindurch folge ich der Konstanzerstrasse, biege dann in die ruhigeren Nebenstraßen ein und betrete unterhalb der großen Eisenbahnbrücke den tief eingeschnittenen Graben des Saubachs.


Durch den Schlossbüeltobel steigt der Weg zuerst sanft, dann steiler zur Kapelle Bernrain an. Hier überquere ich die Hauptstraße und betrete wieder den Wald, wo ich dem Weg geradeaus folge, bis ich auf den Planetenweg treffe.



Dieser führt mich relativ eben durch den Wald zum Naturschutzgebiet Bommer Weiher. An dem zweigeteilten Weiher vorbei erreiche ich über Felder den Ort Ellighausen. Ab hier muss ich für ein kurzes Stück der Straße folgen, bis diese nach rechts abknickt und mein Weg geradeaus weitergeht.



Nach der Brücke über den Läpperschebach zweigt bald ein schmaler Pfad ab, der kurz steil ansteigend zum Gehöft Dütschenmühle führt. Ab hier folge ich für eine Weile der gelben Wegmarkierung mit der Beschriftung „Wanderweg“.


Dieser führt über offene Wiesen zum kleinen Ort Aufhäusern und kurz danach ansteigend wieder in den Wald. Stetig weiter ansteigend erreiche ich bald den höchsten Punkt für heute, irgendwo in der Umgebung von Ottenberg.

Den gelben Wanderweg einmal etwas abkürzend gehe ich oben auf dem Höhenrücken etwas nach Westen, um dann absteigend das kleine Naturschutzgebiet Tätsch mit Teich und Grillplatz zu erreichen. Direkt danach geht es deutlich steiler, teilweise über Treppen abwärts.


Ein kurzer Gegenanstieg führt über vielfarbige Blumenwiesen unter dem Schloss Weinfelden vorbei, um dann steil zur nahen Stadt Weinfelden hin abzufallen.


Ich folge der Markierung zum Bahnhof und unterquere dort die Gleise, um dann der Straße weiter nach Süden in Richtung der Thur zu folgen. Vorbei am Freibad erreiche ich dann den am Nordufer der Thur verlaufenden Radweg.

Ab jetzt wird die Landschaft deutlich weniger Abwechslungsreich, es ist anhaltend flach und der Weg zieht sich gefühlt endlos zwischen Wald und Wiesen am Flussufer entlang.


Das größte Highlight hier ist eine Schlange, die sich kurz vor dem vo Kraftwerk bei Bürglen kommenden Kanal über den Weg schlängelt. Leider mag sie nicht wirklich stillhalten und für mehr als einen schnellen Schnappschuss reicht es nicht.

Danach folgen nochmal einige relativ eintönige Kilometer an der Thur entlang. In der prallen Sonne ist es inzwischen auch verdammt heiß geworden.

Da tut etwas Schatten, den ich finde nachdem ich den Fluß kurz vor Schönenberg auf einer schmalen Fußgängerbrücke überquerte, endlichen finden kann, ganz gut. Nun auf einem asphaltierten Radweg am südlichen Ufer gehe ich das letzte Stück bis nach Schönenberg an der Thur.



Aufgrund der Hitze beschließe ich dann, es bereits hier für’s erste gut sein zu lassen. In der Ortsmitte biege ich daher links ab und folge der Straße zurück über die Thur und direkt zum nahe gelegenen Bahnhof Kradolf. Von dort nehme ich den Zug, bzw. Bus, zurück nach Kreuzlingen.
Übersichtskarte
GPX-Track zum hier verfügbar.
Übersicht zum RudS-Projekt hier verfügbar.
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