Daten und Fakten
- Datum: Sonntag, 01.03.2026
- Startpunkt: Bahnhof Wien-Heiligenstadt (164m)
- Endpunkt: Unterkirchbach, Bushaltestelle Ort (312m)
- Tiefster Punkt: Bahnhof Wien-Heiligenstadt (164m)
- Höchster Punkt: Kirche St. Josef am Kahlenberg (455m)
- Erreichte Gipfel: Leopoldsberg (425m)
- Strecke und Gehzeiten: Wien-Heiligenstadt – Kahlenberg (6,6km, 1:30h) – Leopoldsberg (8,2km, 1:50h) – Klosterneuburg (12,6km, 3:00h) – Hadersfeld (20,5km, 4:50h) – Hagenbachklamm (25,9km, 6:00h) – Unterkirchbach Ort (29,6km, 7:00h)
- 29,6km, 730m Aufstieg, 580m Abstieg
Auf in den Wienerwald
Es ist Anfang März in einem bisher sehr milden, schneearmen Winter und ich habe Urlaub. Da muss dringend ein Wanderprojekt her.
Schnell fiel die Wahl da auf den Voralpenweg, die Nummer 04 unter den großen Zehn in Österreich. Dieser führt von Wien nach Salzburg, ohne die 2000m-Marke zu überschreiten. Die noch deutlich tiefer gelegenen Abschnitte durch den Wienerwald sind bestens für Winterwanderungen geeignet und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zugänglich.
Los geht es also an einem sonnigen Sonntagmorgen am Bahnhof Wien-Heiligenstadt. Von hier ist es noch ein Stück durch den Stadtteil Grinzing bis zur ersten Markierung am Beginn der Karpfenwaldgasse auf ca. 235m. Bis hier wäre auch noch der Bus gefahren.


Entlang der Straße beginnt nun der Anstieg zum Kahlenberg. Bei einer ersten Kreuzung sollte man eher geradeaus gehen, wer wie ich links geht handelt sich etwas Umweg ein.


Der weitere Aufstieg führt durch Weinberge und schließlich durch ein Waldstück zur Kirche St. Josef auf 455m. Der Gipfel des Kahlenberg wird nicht direkt bestiegen, und da die Aussichtswarte geschlossen war, verzichte ich auf den kurzen Umweg von vielleicht 10 Minuten.

An Parkplatz und Bushaltestelle vorbei geht es über einen Waldweg etwas hinab zur Elisabethwiese mit Hochseilgarten, anschließend wieder leicht ansteigend über den Rücken hinüber zum Parkplatz am Leopoldsberg. Hier lohnt sich ein Abstecher zum 425m hohen Gipfel, von dem man eine herrliche Aussicht auf Wien hat.


Zurück am Parkplatz zweigt rechts der Kollersteig nach Klosterneuburg ab. Dieser führt deutlich weniger städtisch geprägt als die bisherigen Wege ins Tal der Donau hinab. Über eine zuletzt steile Straße wird dann Klosterneuburg erreicht.

Die Durchquerung der Stadt zieht sich gewaltig und ist nicht gut markiert. Hier sollte auf jeden Fall die Karte zu Hilfe genommen werden! Falsch abbiegen und ein Stück wieder zurückgehen war trotzdem einmal dran. Nachdem nach einigen Kilometern in die Käferkreuzgasse eingebogen wird geht es nochmal ordentlich bergauf. Vom namensgebenden Käferkreuz auf 325m hat man nochmal eine schöne Aussicht zurück auf die Stadt.

Durch Wohngebiete steigt der Weg weiter an, bis kurz nach dem Stadtrand das Rehazentrum Weißer Hof erreicht wird. An diesem vorbei und nochmal kurz entlang der Straße geht es zurück in den Wald.

Durch das forstwirtschaftlich geprägte Waldstück wird der Ort Hadersfeld erreicht und kurz danach am Schloss Hadersfeld vorbei auch wieder verlassen.

Mit etwas auf und ab wird nun ein ausgedehntes Waldgebiet durchquert, bis schließlich ein etwas steiler es Stück zur Straße B14 hinabführt. An dieser wird nun ein Stück entlang gegangen, bis rechts ein (gesperrter) Pfad abzweigt.

Dieser führt hinab zum Eingang der Hagenbachklamm und ist gesperrt, weil ein Erdrutsch etwa zwei Meter Weg beschädigte… Auch die Hagenbachklamm ist wegen Unwetterschäden bereits länger gesperrt, Schilder weisen auf Lebensgefahr hin. Na, wenn das mal keine Einladung ist!
Bereits nach wenigen Metern ist der Weg durch einen Hangrutsch blockiert, eine bereits gut ausgetretene Spur führt aber problemlos darüber hinweg.

Der Weg durch die Klamm ist bis auf wenige, unkritische Stellen unbeschädigt. Da, wo der alte Weg zerstört ist, sind deutliche Spuren vorhanden. Selbst Familien mit Kindern treffe ich hier an.

Erst im letzten Teil der Klamm wartet ein Problem, hier ist der Hang auf sicher 20m abgerutscht und hat eine Brücke mitgerissen. Ein Blick auf die Karte zeigt aber einen parallel verlaufenden Weg wenige Meter westlich, auf dem die Stelle gefahrlos umgangen werden kann.

Der Rest des Weges ist dann wenig spektakulär. Vorbei an der im Winter geschlossenen Greifvogelzuchtstation wird sanft ansteigend der Ort Unterkirchbach auf 312m erreicht, von wo mein Bus nach St. Andrä-Wördern und von da der Zug zurück nach Wien fährt.

Übersichtskarte
GPX-Track zum Download verfügbar in der Übersicht.

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